Nicht-invasives Monitoring

Standardmonitoring – nicht invasive

Das Standardmonitoring liefert Informationen zum Grundstatus des Patienten.

Für das Standardmonitoring wird der Patient üblicherweise an folgende Geräte angeschlossen:

Pulsoximeter - SpO2-Fingersensor zur Überwachung der:
• Sauerstoffsättigung des Bluts zur Erkennung von Störungen des Atemsystems
• Herzfrequenz: erste Möglichkeit zur Erkennung von Bradykardie, Tachykardie oder Arrhythmie


Nicht-invasives Blutdruckmessgerät (NiBP) zur Erkennung und Überwachung von:
• Hypotonie
• Hypertonie


EKG-Monitor zur Erkennung von:
• Bradykardie
• Tachykardie
• Arrhythmien
• Myokardischämie


Diese Überwachung von Symptomen gibt zwar Hinweise auf mögliche vorhandene Probleme, liefert aber keine ausreichenden Informationen zu geeigneten Behandlungsmöglichkeiten.

Invasive Verfahren

Im nächsten Schritt würden dem Patienten invasive Katheter gelegt.

Ein zentralvenöser Katheter (ZVK) wird aus folgenden Gründen gelegt:
• Entnahme von Blutproben für Labor, Blutkulturen und eine venöse Blutgasanalyse.
Überwachung von ScVO2, da dieser wichtige Parameter eine große Rolle bei der Überwachung des O2-Gleichgewichts spielt!
• Sichere Applikation
• Sichere Flüssigkeitsgabe
• Überwachung des zentralvenösen Drucks (ZVD) 


Ein arterieller Zugang wird aus folgenden Gründen gelegt:
- Kontinuierliche Blutdruckmessung
- Entnahme von Blutproben für die arterielle Blutgasanalyse und weitere Laboruntersuchungen. 

Die folgenden zusätzlichen Instrumente ermöglichen eine weiterführende Diagnostik und können Auslöser für eine Eskalation zum erweiterten hämodynamischen Monitoring sein.

 

Erweitertes Hämodynamisches Monitoring

Patrick J. Lynch, medical illustrator; C. Carl Jaffe, MD,

Es gibt heute viele Möglichkeiten für ein erweitertes hämodynamisches Monitoring. In der Folge finden Sie einen kurzen Überblick über die wichtigsten Systeme mit ihren jeweiligen Stärken und Schwächen.
Es ist sehr wichtig, die Grenzen jeder einzelnen Technologie zu kennen, um sie sicher und wirkungsvoll einsetzen zu können.

Echokardiogramm (TTE, TEE)

  • Das Echokardiogramm visualisiert die Herzleistung
  • Visualisierung der Herzmuskelbewegung
  • Visualisierung der Ventilfunktion
  • Messung mehrerer Parameter für die Herzleistung

Die Qualität der Ergebnisse hängt von der Verfügbarkeit und Qualifikation des Arztes ab, der die Messungen durchführt.

Swan-Ganz Catheter / Pulmonalarterielle Katheter

PA-Katheter können Auskunft über die Leistung des rechten Herzens geben.

  • Wichtiges Hilfsmittel für die Behandlung des isolierten Rechtsherzversagens
  • Wichtiges Hilfsmittel für die Behandlung der pulmonalen Hypertonie
  • Training und häufige Anwendung sind notwendig für den sicheren Einsatz
  • Liegedauer eines PA-Katheters ist beschränkt
  • Hohes Risiko für den Patienten (Arrhythmie, Entzündung, falsche Handhabung)

PiCCO Monitoring

PiCCO wird hauptsächlich in Fällen eingesetzt, wenn die Frage „Volumen oder Katecholamine?“ beantwortet werden muss.

  • Nur ein ZVK und ein arterieller Zugang sind erforderlich
  • Kalibrierung durch Thermodilution kann von Ärzten und Pflegekräften durchgeführt werden
  • Das Spektrum an Parametern bietet einen physiologischen Überblick
  • Die Bildschirme „Profile“, „Trends“ und „SpiderVision“ helfen dabei, das genaue Problem zu identifizieren und optimieren die Kommunikation zwischen Ärzten und Pflegekräften
  • Keine Trennung zwischen rechtem und linkem Herzen

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