Komplikationen reduzieren bei Subarachnoidalblutung mit PiCCO

  • Zielgerichtetes hämodynamisches Management verbessert im Vergleich zur Standard-Therapie die Prognose von Patienten mit Subarachnoidalblutung (SAB)
  • Zeitdauer zur Erreichung hämodynamischer Ziele in der PiCCO Gruppe kürzer als in der Vergleichsgruppe
  • Volumenüberladung vermeiden mit dem Warnparameter Extravaskulärer Lungenwasserindex (ELWI)

 

 

  • Parameter
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  • Indikationen
  • zielgerichtetes Management
  • Literatur

Die essentiellen hämodynamischen PiCCO Parameter im Überblick

PiCCO bietet Antworten auf essentielle therapeutische Fragestellungen

  • Hat der Patient eine ausreichende Organdurchblutung (spez. Hirn)?
    >> MAD / HI
  • Volumenmanagement: Wie hoch ist die Vorlast des Patienten?
    >> GEDI
  • Ist mein Patient volumenreagibel?
    >> SVV / PPV
  • Wann sollte die Volumengabe gestoppt werden?
    >> ELWI
  • Wie ist der kardiale Zustand?
    >> GEF, CFI, dPmx
  • Hat der Patient ein pulmonales Ödem?
    >> ELWI
  • Ist es ein kardial- oder permeabilitätsbedingtes pulmonales Ödem?
    >> PVPI 

Indikationen und medizinische Komplikationen

Pathophysiologie / typische medizinische Komplikationen:
  • Vasospasmen als Hauptkomplikation nach SAB, die zu zerebralen Ischämien (DCI) führen können
  • Erhöhter intrakranieller Druck aufgrund von intrakraniellen Hämatomen ist die wichtigste Komplikation bei TBI
  • Myokardiale Dysfunktion (z.B. “stunned myocardium”, Tako-Tsubo Syndrom), Arrhythmien und Tachykardie
  • Neuronales Pulmonales Ödem (NPE)
  • Elektrolytstörungen, Hyperglykämie, Zerebrales Salzverlustsyndrom
  • Hypovolämie als signifikantester Risikofaktor für DCI(2)
PiCCO wird in mehreren neurologischen Indikationen erfolgreich angewendet 
  • Subarachnoidalblutung (SAB)
  • Intrakranielle Blutung
  • Traumatische Hirnverletzungen (TBI)
  • Akuter ischämischer Schlaganfall (AIS)
  • Hochrisiko-Tumorchirurgie

Zielgerichtetes hämodynamisches Management mit PiCCO in SAB

Präzises Volumenmanagement: Wo stehen wir?

Speziell bei SAB-Patienten mit erheblichen Volumenumsätzen sollten Volumenziele zur Vermeidung von Vasospasmen und DCI kontinuierlich bewertet werden(3). Ob hierbei Hypervolämie (HHH-Therapie) oder eine Normovolämie (Hyperdynamisches Konzept) verfolgt wird - PiCCO ist Ihr Lotse beim hämodynamischen Management.

  • GEDI ist ein zuverlässiger und validierter Parameter für die Vorlast. Verglichen mit dem ZVD oder Wedgedruck (PCWP) ermöglicht der GEDI eine bessere Vorhersage zur Volumenreagibilität(1).
  • SVV bietet Detailinformationen zur Volumenreagibilität in beatmeten neurochirurgischen Patienten. Studien zeigen, daß eine SVV von 9,5% oder mehr einen SV Anstieg von mindestens 5% vorhersagt(4). Darüberhinaus ist eine SVV ≥ 9% ein guter Vorhersagewert bezüglich der PbrO2 Antwort(5)
  • ELWI kann als Warnparameter bei Volumenüberladung dienen.

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Therapieren Sie die myokardiale Dysfunktion und Perfusionsdrücke mit der richtigen Dosierung von Vasopressoren und Inotropika.

Viele Patienten mit akuten Hirnverletzungen (bspw. SAB) entwickeln eine myokardiale Dysfunktion, welche eine Gabe von Vasopressoren und Inotropika erfordert. Mit seinem breiten Spektrum an Parametern gibt PiCCO einen klaren Überblick, der eine optimale Titration und eine beständige Minimierung der Inotropika- und Vasopressordosierung ermöglicht.

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Überwache das neurogene pulmonale Ödem



Das neurogene pulmonale Ödem (NPE) ist ein selten erkanntes Krankheitsbild. Studien zeigen, daß nahezu 71% der tödlichen SAH Fälle mit NPE Komplikationen einher gehen(6). ELWI ist ein einzigartiger Lungenwasser-parameter, der direkt am Krankenbett eine präzisere Bewertung des pulmonalen Ödems erlaubt als Röntgenbilder. Der pulmonalvaskuläre Permeabilitäts Index (PVPI) hilft in der Differenzierung, ob es sich um ein kardiales (PVPI < 3) oder permeabilitäts bedingtes (PVPI > 3) pulmonales Ödem handelt.



  • Mutoh T et al., Performance of Bedside Transpulmonary Thermodilution Monitoring for Goal-Directed Hemodynamic Management After Subarachnoid Hemorrhage. Stroke 2009, 40(7):2368 - 2374.
  • Hoff R et al., Blood Volume Measurement to Guide Fluid Therapy After Aneurysmal Subarachnoid Hemorrhage - A Prospective Controlled Study. Stroke 2009 40(7):2575-7.
  • Caplan JM et al., Managing subarachnoid hemorrhage in the neurocritical care unit. Neurosurg Clin N Am. 2013;24(3):321-37.
  • Berkenstadt H et al., Stroke volume variation as a predictor of fluid responsiveness in patients undergoing brain surgery. Anesth Analg 2001, 92(4):984-989.
  • Kurtz P et al., Fluid Responsiveness and Brain Tissue Oxygen Augmentation After Subarachnoid Hemorrhage. Neurocritical care 2014, 20(2):247-254.
  • Piazza O et al., Neurogenic pulmonary edema in subarachnoid hemorrhage. Panminerva Med. Sep 2011;53(3):203-10.
  • Baumann A et al., Neurogenic pulmonary edema. Acta Anaesthesiol Scand 2007; 51: 447–45.
  • Caplan JM et al., Managing Subarachnoid Hemorrhage in the Neurocritical Care Unit. Neurosurg Clin N Am 2013;24(3):321-37.
  • NICE-SUGAR Study Investigators, Finfer S et al., Intensive versus conventional glucose control in critically ill patients. N Engl J Med 2009; 360(13):1283–97.

Webinar - Practical application of the PiCCO-Technology in the Neuro ICU

Donnerstag, 23. Oktober 2014, 17:00 – 18:00 h (CEST)

Prof. Kees H. Polderman, Professor of Critical Care Medicine (Department of Critical Care Medicine, University of Pittsburgh Medical Center, USA)

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