Optimales Volumenmanagement mit PiCCO bei schweren Verbrennungen

  • Verbessertes Volumenmanagement mit GEDI (Globaler Enddiastolischer Volumen Index) bei Schwerbrandverletzten(1)
  • Signifikant niedrigerer MODS (Multiple Organ Dysfunction Score) bei Verbrennungspatienten durch den Einsatz von PiCCO(1)
  • Bettseitige Quantifizierung von pulmonalen Ödemen ohne Zeitverzug durch die Messung des ELWI (Extravaskulärer Lungenwasser Index) mit PiCCO
  • Vorteile
  • Therapeutische Fragen
  • Flüssigkeitsmanagement
  • FAQ
  • Literatur

Vorteile der PiCCO-Technologie für das Monitoring von Patienten mit Verbrennungen

Aktuell ist es gängige Praxis für das Volumenmanagement von Verbrennungspatienten die Parkland- oder Brooks-Formel anzuwenden. Hierbei wird die benötigte Menge an Infusionsflüssigkeit über die verbrannte Körperoberfläche und dem Körpergewicht bestimmt. Das Therapieergebnis wird anhand der stündlichen Urinausscheidung (Hourly Urine Output/HUO) und des mittleren arteriellen Blutdrucks (Mean Arterial Pressure / MAP) überwacht.  

Mehrere Studien haben gezeigt, dass diese Behandlungsstrategie bei weitem nicht perfekt ist

  • Circa 24 Stunden nach einer Verbrennungsverletzung können aufgrund von Niereninsuffizienz/akutem Nierenversagen die stündliche Urinausscheidung und der mittlere arterielle Druck nur ungenügende und unzuverlässige Information über den tatsächlichen Volumenstatus des Patienten liefern(1)
  • Das Ergebnis der Parkland- oder Brooks-Formeln unterschätzt oft den Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten(2)
  • Darüber hinaus können statische Formeln zu falschen Therapieentscheidungen führen, da sie nicht den individuellen Verlauf des Patientenzustandes während der Behandlung berücksichtigen

PiCCO-Messungen ermöglichen patientenindividuelle Protokolle für den Flüssigkeitsersatz wie beispielsweise in der Studie von Csontos et al. eingesetzt(1)

Was ist die optimale Infusionsmenge für den Flüssigkeitsersatz bei Verbrennungen?

Was ist die optimale Infusionsmenge für den Flüssigkeitsersatz bei Verbrennungen?

  • Wie hoch ist das Herzzeitvolumen?
  • Ist der Patient volumenreagibel?
  • Besteht bei dem Patienten das Risiko einer Volumenübeladung /eines pulmonalen Ödems?
  • Hat der Patient eine erhöhte pulmonale Permeabilität?

Vorteile der PiCCO-Technologie für das Monitoring von Patienten mit Verbrennungen

Studien haben die Vorteile der PiCCO-Technologie für das Monitoring von Verbrennungspatienten bestätigt. Die bettseitige Messung des kontinuierlichen Herzzeitvolumens erlaubt eine frühe Erkennung von unvorhersehbaren Veränderungen des hämodynamischen Status. Die multi-parametrische PiCCO-Technologie ermöglicht die Etablierung eines zielgerichteten Flüssigkeitsmanagements bei Verbrennungen mit Fokus auf den individuellen Patienten. PiCCO hilft dabei, Flüssigkeitsüberladung oder Flüssigkeitsmangel vorzubeugen und die Menge an Inotropika und Vasopressoren bedarfsgerecht anzupassen.

Beispiel für ein GEDI-gesteuertes Flüssigkeitsersatzprotokoll zur Behandlung von Schwerbrandverletzten mit einem Ansatz der permissiven Hypovolämie, wie er in der Studie von Sánchez-Sánchez et al. verwendet wurde(2):

Was, wenn...

... der Ort der Verbrennungsverletzung beim Patienten das Einführen des PiCCO Katheters in die femorale Arterie verhindert?
PULSION bietet PiCCO Katheter in verschiedenen Größen an, die an weiteren Insertionspunkten angewendet werden können (brachial, axillar oder radial).

... Sie die PiCCO-Technologie bei Kindern mit schweren Verbrennungen einsetzen möchten?
Es sind extra für Kinder entwickelte 3 French Katheter verfügbar.

... die verbrannte Haut beim Patienten die standardmäßige ZVK-Anlage in die Vena jugularis für eine Thermodilution verhindert?
Die transpulmonale Thermodilution funktioniert auch mit einem femoralen ZVK.
Die GEDI- Werte werden automatisch durch die Software korrigiert.


... Sie Laktatwerte kontinuierlich messen wollen, um Ihr Behandlungsprotokoll für Verbrennungen zu optimieren und den Therapieerfolg Ihrer Patienten zu verbessern?
EIRUS ist eine einzigartige Monitoringplattform für kontinuierliche Glucose- und Laktat-messungen. EIRUS eliminiert das Risiko von Trendlücken und reduziert die Arbeitsbelastung des Pflegepersonals. Das System ist bis zu einer Raumtemperatur von 40 °C einsetzbar. Diese neue Technologie wurde von Maquet entwickelt und wird von PULSION vermarktet.

  • Csontos C. et al. Arterial thermodilution in burn patients suggests a more rapid fluid administration during early resuscitation. Acta Anaesthesiol Scand 2008; 52(6): 742-749. 
  • Sánchez-Sánchez M. et al. A protocol for resuscitation of severe burn patients guided by transpulmonary thermodilution and lactate levels: a 3-year prospective cohort study. Critical Care 2013; 17(4): R176. 
  • Holm C. et al. Intrathoracic blood volume as an end point in resuscitation of the severely burned: an observation study of 24 patients. J Trauma 2000; 48(4): 728-34.
  • Bognar Z. et al. Extravascular lung water index as a sign of developing sepsis in burns. Burns 2010; 36(8): 1263-1270. 
  • Mitchell J.P. et al. Improved outcome based on fluid management in critically ill patients requiring pulmonary artery catheterization. Am Rev Respi Dis 1992; 145(5): 990-998. 
  • Eisenberg P.R. et al.  A prospective study of lung water measurements during patient management in an intensive care unit. Am Rev Respi Dis 1987; 136(3): 662-668. 

Webinar - Monitoring of severely burned patients: What is the state of the art?

Donnerstag, 16. Oktober 2014, 17:00 – 18:00 h

Prof. Dr. Manu Malbrain (ICU and High Care Burn Unit Director, ZNA Stuivenberg / St-Erasmus in Antwerp/Belgium)

PULSION is part of Maquet Getinge Group